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ELEKTROMAGAZIN 
FORUM



Das elektromagazin eröffnet hier eine Diskussion zum Thema Medienwandel. Diese Diskussion wird in Deutschland außerhalb der spezialisierten Fachzirkel bislang nur sporadisch und vorurteilshaft geführt. Eines der häufigsten Mißverständnisse lautet: Mit dem Computer sind immer tollere Mätzchen möglich. Als Werkzeug oder Spielzeug, als Hobbygerät für einsame junge Männer oder als Aquarium für genervte Väter mag der Computer eine Funktion haben. Es ist jedoch seine Eigenart, selbst ein Medium zu sein, die ihn zum Motor des vorangehenden globalen Kulturwandels macht. Die meisten alltäglichen Verrichtungen werden durch Computer gestützt und gesteuert; das Telefonieren, das Radiohören, das Fernsehen behalten oberflächlich ihre Funktionen, gewinnen vielleicht nur wenige ,,Features" dazu, werden in ihrem Wesen aber doch umgewälzt. Die multimediale Zukunft spielt sich vor dem Fernseher ab, nicht am PC oder unter dem Cyber-Helm.

Voraussetzungen für den Medienwandel sind Veränderungen in der Produktion und in der Distribution von Inhalten. Die Probleme der Distribution sind technisch längst (Breitband-Glasfaserkabel, ATM) und organisatorisch sicher demächst (Unternehmenszusammenschlüsse) gelöst. Dann wird installiert. Inzwischen wird sich auch die Produktion (weiter) ändern.

Diesen Vorgang beschreibt Wolfgang Hagen hauptsächlich am Beispiel des Radios. Da sein Beitrag recht umfangreich ist, hat er eine eigene Rubrik erhalten:

Kollege Computer.

Wer ein Medium nicht als Werkzeug mißversteht, wird schnell bemerken, wie sehr immer schon Medien unsere Gedanken und Sinne geformt haben. Der Einstieg in die Gutenberg-Galaxis hat die Kulturen dieser Welt verändert. Nichts anderes wird beim Übergang in das

,,McLuhan-Millennium"

geschehen. Dazu liefert Nelson Thall in seinem kurzen Beitrag einige Stichworte.

Ecke Bonk unternimmt chaostheoretische Überlegungen und fragt nach den Schicksalen der Buchstäblichkeit in seinem Beitrag

in-formation

Probleme der Medienpolitik und des gesellschaftlichen Umgangs mit Kunst behandeln auch Peter Pelinka und Armin Thurnher in ihren Beiträgen

ÖSTERREICH neu

Die Diskussion zu diesem Schwerpunkt wird fortgesetzt.